von Denise Pätzold
Gesundheit & Ernährung
Was hilft wirklich bei verbrannter Haut?
Ein sonniger Tag am Strand, eine Wanderung in den Bergen oder ein gemütlicher Nachmittag im Garten – oft merkt man erst Stunden später, dass die Sonne ihre Spuren hinterlassen hat. Die Haut spannt, wird rot, fühlt sich heiß an und beginnt zu schmerzen. Ein Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern stellt eine Entzündungsreaktion der Haut dar, die ernst genommen werden sollte.
Doch was hilft bei Sonnenbrand besonders gut? Welche Hausmittel können die Haut beruhigen? Und wann sollte man bei schweren Verbrennungen unbedingt einen Arzt aufsuchen?
In diesem Beitrag erfährst du, welche Maßnahmen sich bei leichtem Sonnenbrand bewährt haben und was bei stärkeren Hautschäden zu beachten ist.
Was passiert bei einem Sonnenbrand?
Ein Sonnenbrand entsteht durch eine übermäßige Belastung der Haut mit UV-Strahlung. Die Hautzellen werden geschädigt und der Körper reagiert mit einer Entzündung.
Typische Symptome sind:
- Hautrötungen
- Brennen und Schmerzen
- Spannungsgefühl
- Schwellungen
- Wärmegefühl
- Juckreiz
Je stärker die UV-Belastung war, desto ausgeprägter können die Beschwerden sein.
Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Die wichtigste Maßnahme lautet:
Sofort aus der Sonne gehen
Die betroffene Haut sollte keiner weiteren Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Zusätzlich hilfreich:
- lockere Kleidung tragen
- körperliche Anstrengung vermeiden
- ausreichend trinken
- die Haut schonen
Was hilft gegen Sonnenbrand?
Kühle, feuchte Umschläge gehören zu den bewährtesten Hausmitteln.
So geht's:
- Baumwolltuch mit kühlem Wasser befeuchten
- auf die betroffene Haut legen
- mehrmals täglich wiederholen
Wichtig:
Kein eiskaltes Wasser verwenden, da dies die gereizte Haut zusätzlich belasten kann.
Aloe Vera zählt zu den bekanntesten natürlichen Mitteln bei Sonnenbrand.
Die Pflanze enthält:
- viel Feuchtigkeit
- kühlende Inhaltsstoffe
- beruhigende Pflanzenstoffe
Anwendung:
- reines Aloe-Vera-Gel auftragen
- mehrmals täglich wiederholen
- idealerweise im Kühlschrank aufbewahren
Der kühlende Effekt wird dadurch zusätzlich verstärkt.
Quark wird seit Generationen als Hausmittel bei Sonnenbrand eingesetzt.
Warum?
Die Verdunstungskälte sorgt für angenehme Kühlung.
Anwendung
- Quark fingerdick auf ein Tuch streichen
- auf die betroffene Haut legen
- entfernen, bevor der Quark vollständig eintrocknet
Wichtig:
Quark sollte niemals direkt auf offene Hautstellen oder Blasen aufgetragen werden.
Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und wirken angenehm kühlend.
Anwendung:
- Gurke in Scheiben schneiden
- auf die Haut legen
- alternativ pürieren und als Maske verwenden
Besonders beliebt bei Sonnenbrand im Gesicht.
Kamille wird traditionell bei gereizter Haut verwendet.
Anwendung:
- Kamillentee zubereiten
- vollständig abkühlen lassen
- Tücher tränken
- auf die Haut legen
Bei Sonnenbrand verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit.
Daher sollte ausreichend getrunken werden:
- Wasser
- ungesüßte Kräutertees
- verdünnte Fruchtsäfte
Eine gute Flüssigkeitsversorgung unterstützt die Regeneration der Haut.
Hausmittel, die man besser vermeiden sollte
Nicht jedes Hausmittel ist empfehlenswert.
Von folgenden Methoden wird eher abgeraten:
Öl auf frischen Sonnenbrand
Öle können die Wärme in der Haut einschließen und die Beschwerden verstärken.
Dazu gehören:
- Olivenöl
- Kokosöl
- Mandelöl
Diese sollten erst verwendet werden, wenn die akute Entzündung abgeklungen ist.
Eiswürfel direkt auf die Haut
Direkter Kontakt mit Eis kann die bereits geschädigte Haut zusätzlich verletzen.
Alkoholhaltige Produkte
Sie trocknen die Haut aus und können das Brennen verstärken.
Wann wird Sonnenbrand gefährlich?
Leichter Sonnenbrand heilt meist innerhalb weniger Tage ab. Es gibt jedoch Anzeichen, die auf einen schweren Sonnenbrand oder sogar eine Verbrennung hinweisen können.
Dazu gehören:
- starke Blasenbildung
- großflächige Hautschäden
- starke Schwellungen
- Fieber
- Schüttelfrost
- Übelkeit
- Kreislaufprobleme
- starke Schmerzen
In diesen Fällen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Was tun bei schweren Verbrennungen durch die Sonne?
Ein schwerer Sonnenbrand ist mehr als nur eine gerötete Haut. Hier können tiefere Hautschichten betroffen sein.
Sofortmaßnahmen
- Sonne konsequent meiden
Die betroffenen Hautbereiche müssen vollständig geschützt werden. - Flüssigkeit zuführen
Viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. - Haut vorsichtig kühlen
Mit feuchten Umschlägen oder lauwarmen Duschen. - Blasen nicht öffnen
Blasen dienen als natürlicher Schutz der Haut und sollten nicht aufgestochen werden. - Ärztliche Hilfe aufsuchen
Insbesondere bei großflächigen Verbrennungen, Sonnenbrand bei Kindern, Sonnenbrand im Gesicht, Kreislaufbeschwerden oder Fieber ist eine ärztliche Untersuchung wichtig.
Sonnenbrand vorbeugen
Der beste Sonnenbrand ist der, der gar nicht erst entsteht.
Wichtige Schutzmaßnahmen:
- intensive Mittagssonne meiden
- Sonnenschutz regelmäßig erneuern
- Kopfbedeckung tragen
- leichte Kleidung nutzen
- ausreichend trinken
- Schatten bevorzugen
Besonders Kinder sollten konsequent vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Natürliche Pflege nach dem Sonnenbrand
Wenn die akute Entzündung abgeklungen ist, benötigt die Haut vor allem Feuchtigkeit.
Gut geeignet sind:
- Aloe Vera
- leichte Feuchtigkeitslotionen
- Sheabutter
- Panthenol-haltige Pflegeprodukte
Sie unterstützen die Regeneration der Haut und helfen, Spannungsgefühle zu reduzieren.
Fazit
Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, die nicht unterschätzt werden sollte. Bei leichtem Sonnenbrand können Hausmittel wie Aloe Vera, kühle Umschläge, Gurken oder Quarkwickel die Beschwerden lindern und die Haut beruhigen. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken und weitere Sonneneinstrahlung konsequent zu vermeiden.
Treten jedoch Blasen, starke Schmerzen, Fieber oder Kreislaufprobleme auf, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Schwere Sonnenbrände können die Haut nachhaltig schädigen und benötigen eine professionelle Behandlung.
Mit dem richtigen Sonnenschutz und einem bewussten Umgang mit der Sonne lässt sich das Risiko für Sonnenbrand jedoch deutlich reduzieren.
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