von Denise Pätzold

Wohnen & Leben

Kerzen, Bilder, Vasen, Schalen, Kissen, Erinnerungsstücke und kleine Fundstücke: Dekoration macht ein Zuhause persönlich und gemütlich. Doch irgendwann kann aus Behaglichkeit Unruhe entstehen. Sind Regale, Fensterbänke und Wände vollständig gefüllt, weiß das Auge kaum noch, wohin es schauen soll.

Weniger Dekoration bedeutet deshalb nicht weniger Wohnlichkeit. Im Gegenteil: Einzelne Lieblingsstücke kommen oftmals viel besser zur Geltung, wenn wir ihnen ausreichend Raum geben.

Wer ruhiger wohnen möchte, muss sein Zuhause keineswegs radikal minimalistisch einrichten. Schon einige kleine Veränderungen können für mehr Klarheit und Leichtigkeit sorgen.

Warum uns überladene Räume unruhig machen können

Unsere Umgebung liefert dem Gehirn ständig visuelle Informationen: Farben, Formen, Muster und Gegenstände werden wahrgenommen und verarbeitet.

Je mehr Dinge gleichzeitig sichtbar sind, desto mehr konkurrieren sie um unsere Aufmerksamkeit. Ob wir das als belastend empfinden, ist individuell. Manche Menschen fühlen sich zwischen vielen persönlichen Dingen ausgesprochen wohl, während andere eine reduzierte Umgebung als entspannender erleben.

Wer zu Hause häufig das Gefühl hat, dass alles etwas zu voll, chaotisch oder unruhig wirkt, sollte deshalb nicht unbedingt neue Möbel oder Dekoration kaufen.

Oft hilft bereits: etwas wegnehmen.

Freie Flächen bewusst zulassen

Nicht jede Fläche muss dekoriert werden. Eine weitgehend freie Kommode, ein Regal mit einigen leeren Bereichen oder eine Wand ohne Bilder können einem Raum optisch Ruhe geben.

Probieren Sie es aus: Räumen Sie eine Fensterbank oder Kommode vollständig leer und stellen Sie anschließend nur zwei oder drei Lieblingsstücke zurück.

Der Unterschied kann erstaunlich sein.

Lieblingsstücke statt Dekoration in Masse

Reduzieren bedeutet nicht, dass persönliche Gegenstände verschwinden müssen.

Fragen Sie sich vielmehr: Welche Dinge sehe ich wirklich gerne?

Vielleicht ist es eine handgefertigte Vase, ein schönes Urlaubsfundstück, eine alte Keramikschale oder ein Bild mit persönlicher Bedeutung.

Solche Gegenstände verdienen Aufmerksamkeit. Zwischen zahlreichen anderen Dekoelementen gehen sie dagegen schnell unter.

Dekoration in kleinen Gruppen arrangieren

Viele einzelne Gegenstände, die über einen ganzen Raum verteilt stehen, können unruhig wirken. Harmonischer erscheinen häufig kleine bewusst zusammengestellte Gruppen.

Beispielsweise:

  • eine Vase mit einem Zweig,
  • daneben eine Kerze,
  • ergänzt durch ein kleines Erinnerungsstück.

Auch unterschiedliche Höhen können ein Arrangement interessant machen, ohne dass dafür viele Gegenstände notwendig sind.

Mit natürlichen Materialien Ruhe schaffen

Wer eine ruhige Wohnatmosphäre mag, kann bei der Dekoration natürliche Materialien aufgreifen.

Besonders gut eignen sich:

  • Holz
  • Leinen
  • Wolle
  • Keramik
  • Glas
  • Stein
  • getrocknete Zweige und Gräser

Natürliche Oberflächen bringen Struktur in den Raum, ohne dass dafür zahlreiche dekorative Gegenstände notwendig sind.

Farben reduzieren

Nicht nur die Anzahl der Gegenstände beeinflusst die Raumwirkung. Auch viele miteinander konkurrierende Farben und Muster können einen Raum lebhafter erscheinen lassen.

Eine begrenzte Farbwelt wirkt häufig harmonischer. Das bedeutet keineswegs, dass alles beige oder weiß sein muss.

Wählen Sie beispielsweise wenige Grundfarben und wiederholen Sie diese bei:

  • Kissen
  • Decken
  • Vorhängen
  • Teppichen
  • Dekoration.

So entsteht ein optischer Zusammenhang.

Alltagsgegenstände aus dem Blick nehmen

Manchmal ist gar nicht die Dekoration das Problem. Fernbedienungen, Ladekabel, Briefe, Schlüssel, Kosmetikprodukte und andere Alltagsgegenstände erzeugen ebenfalls visuelle Unruhe.

Körbe, Schubladen und geschlossene Schränke helfen, diese Dinge griffbereit aufzubewahren, ohne dass sie ständig sichtbar sind.

Eine einfache Regel lautet: Was regelmäßig gebraucht wird, braucht einen festen Platz.

Dekoration regelmäßig wechseln

Nicht alle Lieblingsstücke müssen gleichzeitig sichtbar sein. Bewahren Sie einen Teil Ihrer Dekoration auf und wechseln Sie diese beispielsweise mit den Jahreszeiten.

Im Frühling stehen vielleicht frische Zweige und helle Keramik im Mittelpunkt, während im Herbst Holz, Naturmaterialien und warme Textilien einziehen.

Dadurch verändert sich die Atmosphäre, ohne dass ständig neue Dekoration gekauft werden muss.

Pflanzen statt vieler kleiner Dekoelemente

Eine größere Zimmerpflanze kann mehr Wirkung erzielen als zahlreiche kleine Gegenstände. Pflanzen bringen Farbe, natürliche Formen und Lebendigkeit in den Raum. Gleichzeitig lassen sie sich wunderbar mit Holz, Keramik oder schlichten Textilien kombinieren.

Auch hier gilt jedoch: Die Pflanze sollte zu den Lichtverhältnissen des jeweiligen Standortes passen.

7 einfache Schritte zu einem ruhigeren Zuhause

Wer seine Wohnung sofort etwas ruhiger gestalten möchte, kann folgendermaßen beginnen:

  1. Eine Fläche vollständig leer räumen.
  2. Nur die schönsten Stücke zurückstellen.
  3. Kleine Dekoration zu Gruppen zusammenfassen.
  4. Alltagsgegenstände außer Sichtweite verstauen.
  5. Ähnliche Farben und Materialien wiederholen.
  6. Bewusst einige Flächen frei lassen.
  7. Vor einem Neukauf überlegen: Wo soll dieser Gegenstand später stehen?

Gerade der letzte Punkt verhindert, dass sich nach dem Aussortieren schnell wieder neue Dinge ansammeln.

Weniger kaufen, Vorhandenes neu entdecken

Eine reduzierte Einrichtung besitzt auch einen nachhaltigen Vorteil. Statt jedem Wohntrend zu folgen und regelmäßig neue Dekoration zu kaufen, können vorhandene Gegenstände immer wieder anders kombiniert werden.

Eine Vase wandert vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer. Eine Schale bekommt einen neuen Platz. Ein Bild wird mit einem anderen Rahmen plötzlich wieder interessant.

So lässt sich die Wohnung verändern, ohne ständig Neues zu konsumieren.

Fazit: Ruhe braucht auch leeren Raum

Ein gemütliches Zuhause entsteht nicht durch möglichst viele schöne Dinge. Entscheidend ist vielmehr, welchen Dingen wir Raum geben.

Freie Flächen, ausgewählte Lieblingsstücke, natürliche Materialien und eine harmonische Farbgestaltung können Räume ruhiger und großzügiger erscheinen lassen. Dabei muss niemand in einer nahezu leeren Wohnung leben.

Weniger Deko bedeutet nicht weniger Persönlichkeit. Manchmal passiert sogar das Gegenteil: Wenn Unwichtiges verschwindet, werden genau die Dinge sichtbar, die ein Zuhause wirklich persönlich machen.

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Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion geprüft.

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