von natürlich Sein Redaktion

Geist & Seele

Mentaltraining ist eine wirksame Methode, um sich nicht nur auf äußere Ziele zu fokussieren, sondern auch, Mentaltraining für seelisches Wachstum, körperliche und seelische Gesundheit und die Überwindung von scheinbar Negativen einzusetzen. Es bietet Werkzeuge und Techniken, um die geistige Klarheit zu verbessern, die emotionale Stabilität zu fördern und die allgemeine Lebensqualität zu erhöhen. In diesem Beitrag werden wir die Grundlagen des Mentaltrainings nach Kurt Tepperwein erläutern, die Vorteile dieser Praxis zusammenfassen sowie zahlreiche praktische Übungen mit klaren Anleitung und anschaulichen Beispielen beschreiben.

Was ist Mentaltraining?

Mentaltraining umfasst eine Reihe von Techniken und Übungen, die darauf abzielen, die geistige und emotionale Fitness zu verbessern. Es basiert auf der Idee, dass der Geist ähnlich wie ein Muskel trainiert werden kann, um stärker und widerstandsfähiger zu werden. Zu den gängigen Methoden des Mentaltrainings gehören Meditation, Visualisierung, Achtsamkeit, positive Affirmationen und das Nutzen der Kraft der Imagination. Diese Techniken helfen, die Selbstwahrnehmung zu schärfen, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und eine positive Geisteshaltung zu entwickeln.

Wie schafft man es, seine Gedanken zu kontrollieren?

Die Kontrolle über die eigenen Gedanken zu erlangen, beginnt mit Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet, sich seiner Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen im gegenwärtigen Moment bewusst zu sein, ohne sie zu bewerten. Hierbei steht es an erster Stelle, zu sich selbst zu finden und die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Im Gegensatz zum körperlichen Training findet das mentale Training im eigenen Geist statt. Schließlich werden im Training, das Selbstbild, die eigene Reaktion und das Denken positiv verändert.

Durch regelmäßiges Mentaltraining lernen wir, unsere Gedanken zu beobachten und zu lenken, anstatt von ihnen überwältigt zu werden. Nach den Worten von Kurt Tepperwein findet dies den ganzen Tag über statt in der Schule des Lebens, deren Lehrer der Herr Dr. Alltag ist.

Was macht die Praxis des Mentaltrainings nach Kurt Tepperwein so wertvoll?

Im Mentaltraining erlernen wir die Meisterschaft über uns selbst und das eigene Schicksal. Es ist ein universelles System in dem eigene Wünsche verwirklicht werden können und das Leben selbstverantwortlich aktiv gestaltet wird. Es umfasst die Kompetenz des eigenen geistigen Werkzeugkasten.

Lebensbereiche für die Anwendung von Mentaltraining:

  • Beruf & Finanzen
  • Gesundheitliche Themen
  • Sinn des Lebens erkennen
  • Selbstverwirklichung

Drei grundlegende schöpferische Kräfte die das Lebens eines Menschen Tag für Tag bestimmen

Aufmerksamkeit

eigene Gedanken

Unterbewusstsein

das Körper-Unterbewusstsein

Überbewusstsein

innerer Meister-höhere Selbst

Werden diese drei schöpferischen Kräfte vereinigt, kann das Leben zu einem Meisterwerk werden. Oft können Menschen ihre eigenen Wünsche  & Ziele nicht realisieren, Weil sie ihr Denken nicht beherrschen.

Mentaltraining verfügt über die Essenz unterschiedlicher Methoden wie Autogenes Training, Selbsthypnose, schöpferische Imagination, Meditation, modernem Coaching Techniken sowie des wertfreien Beobachtens.

Der Weg zum Mentaltraining nach Kurt Tepperwein

1. Zu sich selbst finden

2. Annehmen, was ist

3. Aufmerksamkeit steuern

4. Selbst-Bewusst leben

5. Konzentrationsfähigkeit entwickeln

6. Kraft der Imagination nutzen

7. Ziele gestalten und verwirklichen

8. Mitgestaltung

1. Zu sich selbst finden

Verantwortung für das eigene Leben übernehmen

Für den mentalen Trainingserfolg ist es wichtig sein Leben selbstverantwortlich in die eigene Hand zu nehmen. Dabei ist es wichtig, sein Leben so gewissenhaft und korrekt wie möglich zu leben. Gebe ich einem anderem die „Schuld“ an meinem Mangel, gebe ich meine schöpferische Macht ab. Es ist wichtig die Opferhaltung mehr und mehr auszugeben und Verantwortung für alles zu übernehmen, was einem widerfährt oder widerfahren ist. Verantwortung zu übernehmen bedeutet, in Gedanken, Taten und Gewohnheiten so zu leben, dass man in jedem Moment sein Bestes gibt.

Die Vergangenheit und andere Menschen neu bewerten

Es ist niemals zu spät für eine gute Vergangenheit. Belügen braucht man sich jedoch nicht. Das Erlebte annehmen wie es war und die Bewertung darüber wandeln ins Positive ist ein sinnvoller Weg im Mentaltraining. Hier malt man sich nichts schön, jedoch orientiert man sich bei der Neubewertung auf den Nutzen, den man daraus erzielen kann.

Drei Arten von Angelegenheiten

Sobald man aufhört sich in die Angelegenheit anderer Menschen einzumischen, fallen viele unnötigen Probleme weg. Es gibt nur drei Arten von Angelegenheiten im Universum:

  • die eigene Angelegenheit
  • die Angelegenheit des anderen, z.B. wie er lebt und was er denkt
  • die universelle Angelegenheit wie etwa das Wetter oder wer welches Schicksal bekommt
2. Annehmen, was ist

Widerstand wertfrei annehmen

„Wir haben einige Hundert Versuche unternommen, in denen wir erfolgreich herausgefunden haben, wie es nicht geht. Jetzt bleiben noch ganz wenige Möglichkeiten übrig, und eine davon wird funktionieren. Deshalb forsche ich weiter.“ Alva Edison
Zuerst ist es wichtig wann ich mich im Widerstand befinde. Wenn ich gegen etwas bin. Vielleicht liegt dies ja genau auf meinem Weg und soll angeschaut werden. Zu erkennen, dass hinter jedem Widerstand eine wichtige Botschaft verborgen ist, kann helfen, sich positiv zu verändern.

6 Grundregeln für den Umgang mit Widerständen

  • Erkennen, wann man im Widerstand ist und dies distanziert von sich betrachten
  • Annahme des Widerstandes
  • Was möchte mir der Widerstand mitteilen?
  • Vor welcher Krise möchte mich der Widerstand bewahren?
  • Wo gibt es für mich etwas zu lernen?
  • Den Widerstand als verbündeten sehen

Negatives Selbstbild ablösen

Was nehme ich in mir nicht an? Mein Aussehen, Charakter oder meinen persönlichen Lebensweg? Zu erkennen, das man sich selbst gar nicht ablehnt, sondern die Muster und Konditionierungen kann eine heilsame Erkenntnis sein. In dem man sich der eigenen Gefühle bewusst wird, diese anerkennt und anschließend wieder loslässt in Form einer einfache Ausatmung, dehnt sich das eigene Bewusstseinsfeld aus und man identifiziert sich nicht mehr mit diesen.

3. Aufmerksamkeit steuern

Die Quantenphysik beweist, das der Beobachter die zu beobachtende Umwelt selbst mit gestaltet. Somit hat er Einfluss auf die Wirklichkeit. Es ist von großer Bedeutung wie wir z.B. Menschen und Freunde durch unsere Augen beobachten. Die empfundene Herausforderung ist immer subjektiv. Was der eine als Belastung sieht, erkennt der andere als seine Chance etwas zu verändern.

Aufmerksamkeit fokussieren

Wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten, dahin fließt unsere schöpferische Energie. Realität wird sozusagen selbst erschaffen. In jedem Augenblick kann man durch die Verlagerung der Aufmerksamkeit seine Lage ändern.

Alles kann sofort verwandelt werden

Man suche sich einem Bereich seines Lebens aus, wie etwa die Gesundheit, der Beruf oder die Beziehung zum Partner oder Freund. Was möchte man gern in diesem Lebensbereich erfahren? Was wäre hier die beste Version? Welchen Herzenswunsch hat man? Freude, Liebe oder innere Zufriedenheit anzukommen? Hierfür kann man seine Augen schließen und sich in den nächsten 15 Minuten seinen Herzenswunsch genau vorstellen. Wie fühlt es sich an, wenn alles bereits erfüllt ist? Welche Gedanken würdest du denken? Spüre positive Gefühl und Gedanken dabei. Alles was dir nicht dienlich ist, darf vorbeiziehen. Anschließend kannst du dich für deine kostbare Zeit bedanken, welche du dir selbst geschenkt hast. Durch Regelmäßigkeit im Üben, schafft man sich die eigene neue Realität und wandelt somit sein Leben um.

4. Selbst-Bewusst leben

Vorbilder für sich nutzen

Vorbilder können uns unterstützen, unsere gewünschtes Ziel zu erreichen. Ein Bild deine Vorbildes auf deinen Schreibtisch, erinnert dich stets an seine Stärke welche du entwickeln willst wie z.B. Mahatma Gandhi für friedliche Durchsetzungskraft oder Paulo Coelho für das Entwickeln der Weisheit.

Zitat: „Anfangs steht Buddha vor dir, dann geht er hinter dir, dann geht er in dich hinein.“

Die eigene energetische Signatur verändern

Jeder Mensch verfügt über eine einzigartige Energiesignatur. Zu erkennen ist dies am gesundheitlichen Zustand sowie an den Lebensumständen. Meist begründen wir unsere aktuelle Lebenssituation auf Grund unserer Erfahrungen aus der Kindheit & Umwelt. Jedoch kann jeder seine energetische Signatur plötzlich ändern. Durch Ausdauer und konstantem Üben kommt man letztendlich zum Erfolg.

Fragen die helfen können um gewollte Qualitäten zu entwickeln:

  • Wie würde es sich anfühlen, wenn mein Ziel bereits erfüllt ist?
  • Habe ich in der Vergangenheit bereits diese Qualität erlebt?
  • Wer könnte mein Vorbild sein?
5. Konzentrationsfähigkeit entwickeln

Äußere und innere Sinne trainieren

Die Kraft der Konzentration ist ein wichtigster Baustein zum Mentalen Training. Sie lässt sich auf jeden und alles richten. Konzentration muss man beständig üben. Jeder Gedanke strebt nach Verwirklichung. Je stärker die eigene Konzentrationsfähigkeit ausgebildet ist, je mehr kann man die Kraft der Gedanken steuern und entwickeln.

Konzentration auf innere Organe

Während der Geist unruhig umherwandert kann es hilfreich sein, seine Konzentration auf innere Organe zu lenken. Dies hat eine heilsame und beruhigende Wirkung.

Positive Energie in ein Projekt senden

Bei dem Gedanken an einen positiven Moment in unserem Leben, können wir zuerst liebevoll in uns hinein Lächeln. Der positiven Energie des Lächeln werden wir uns bewusst. Diese Energie können wir nun in bevorstehende Projekte wandern lassen.

  • Einatmen (positive Energie aufnehmen)
  • Ausatmen (Energie auf gewünschtes Ziel lenken)

So können wir in vielen Fällen sofort Leichtigkeit und Klarheit spüren.

6. Kraft der Imagination nutzen

Glückliche Momente in der Vergangenheit

Auch wenn der gegenwärtige Moment eine große Bedeutung hat, hat unsere Vergangenheit ebenfalls einen Wert. Schöne Momente des Glücks, der Leichtigkeit und Freude haben wir alle schon einmal erlebt. Nutzen wir die „Kraft der Erinnerung“ und tanken uns mit positiver Energie neu auf z.B. wenn man niedergeschlagen und freudlos ist, dann schreibt man sich genau in diesem Moment eine Liste mit 10 schönsten Augenblicken in seinem Leben und spürt hierbei die aufsteigende Gefühle.

Psychohygiene

Wie bereits erwähnt hat jedes Gefühl, jeder Gedanke und jede Tat eine entsprechende Auswirkung. Am Ende des Tages haben wir ein Gefühl, ob der Tag für uns erfolgreich war oder nicht. Wenn wir mit Unstimmigkeiten schlafen gehen, dann landen diese in unserem Unterbewusstsein. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig das unstimmige Erlebnis vom Tag, mental um zu erleben. Der passende Ort hierfür ist unser Bett, kurz bevor wir einschlafen. Man lässt den Tag noch einmal komplett von Anfang bis Ende am Abend geistig durchlaufen. Wenn sich eine unangenehme Situation zeigt, hält man kurz inne und erlebt diese Situation um. Hierbei ist das „Umfühlen“ und „umdenken“ ein wertvolles Werkzeug. Sowie wird das richtige Verhalten Tag für Tag in des Unterbewusstsein programmiert.

7. Ziele gestalten und verwirklichen

Routine

Für schwierig anstehende Handlungen haben Profis für sich folgende Routinen entwickelt:

  • differenziert & variable Routine
  • situationsabhängige Routine
  • klar, sicher und stabil verfügbare Routine

Routinen anlegen

Hierbei notiert man sich alle möglichen Probleme, die auftauchen können, auf dem Weg zum Ziel. Anschließend prägt man sich alle optimalen Antworten oder Reaktionen immer wieder ein. Das Geheimnis liegt darin, stabile und sofort verfügbare Denk- und Handlungsreaktionen anzuwenden

8. Mitgestaltung

Umkreisen des Gewünschten

Um unerwünschtes zu verbannen und das gewünschte in das eigene Leben zu ziehen, gibt es eine einfache Technik von Kurt Tepperwein.

Übung:

Schreibe auf ein Blatt Papier deinen gewünschten Endzustand als kurzes Wort oder Satz. Anschließend kreise gegen den Uhrzeigersinn etwa 5 Minuten lang das Wort oder den Satz, bis sich innerlich Freude einstellt und mann den Endzustand bereits fühlt. Beispielsätze hierfür wären z. B.:

  • „Ich bin dankbar für meine absolute Gesundheit“
  • „Ich bin lebendig“
  • „Ich liebe meinen Körper“
  • „Ich bin angekommen und innerlich in tiefen Frieden“

Schlussfolgerung

Die Kontrolle über unsere Gedanken durch Mentaltraining ist eine kraftvolle Fähigkeit, die unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessern kann. Durch die Praxis von Kurt Tepperwein stärken wir mit Hilfe von Achtsamkeit, Meditation, Selbsthypnose und anderen Techniken unsere geistige und emotionale Fitness, bauen Stress ab und entwickeln eine positive Geisteshaltung. Die kontinuierliche Entwicklung dieser Fähigkeiten führt zu einer erhöhten mentalen Stärke, besseren kognitiven Funktionen und einem insgesamt gesünderen und erfüllteren Leben.

Indem wir uns bewusst auf unsere Gedanken und Emotionen konzentrieren und gezielte Übungen in unseren Alltag integrieren, können wir die immense Kraft der Gedankenkontrolle durch Mentaltraining nutzen.

Zurück